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Wie mich das Unternehmertum menschlich verändert hat

  • Autorenbild: Robert Nef
    Robert Nef
  • vor 3 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Herzlich willkommen.


Mit diesen Zeilen beginnt eine sehr persönliche Artikelreihe. Keine Sammlung von Erfolgsrezepten, keine Anleitung zum Gründen eines Unternehmens und auch kein Lehrbuch über Führung.


Es ist die Geschichte eines Menschen.


Meine Geschichte.


Eine Geschichte darüber, wie mich das Unternehmertum über viele Jahre geprägt, herausgefordert und verändert hat. Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen, Rückschläge auszuhalten, Menschen besser zu verstehen und mich selbst immer wieder neu zu erfinden.


Viele dieser Gedanken sind in Momenten entstanden, in denen niemand zuschaute. Nach schlaflosen Nächten, nach Erfolgen, nach Niederlagen und in Gesprächen mit Menschen, die meinen Weg begleitet haben.


Ich schreibe diese Artikel nicht, weil ich glaube, die Wahrheit zu kennen. Ich schreibe sie, weil ich überzeugt bin, dass Erfahrungen erst dann ihren eigentlichen Wert entfalten, wenn man sie teilt.


Vielleicht findest Du Dich in manchen Geschichten wieder. Vielleicht widersprichst Du mir an der einen oder anderen Stelle. Vielleicht regen Dich einzelne Gedanken zum Nachdenken an. Genau das wünsche ich mir.


Denn Unternehmertum ist für mich weit mehr als Umsatz, Strategien oder Zahlen. Es ist eine Reise, die den Menschen verändert. Manchmal leise. Manchmal schmerzhaft. Aber immer auf eine Weise, die Spuren hinterlässt.


Wenn diese Zeilen dazu beitragen, dass Du Deinen eigenen Weg mit etwas mehr Zuversicht, Gelassenheit oder Mut gehst, dann haben sie ihren Zweck erfüllt.

Ich freue mich, dass Du mich auf dieser Reise begleitest.


Und nach diesen einführenden Worten geht's los!


Bevor ich weitererzähle, sollte ich mich wohl kurz vorstellen. Mein Name ist Robert. Ich bin Ehemann, Vater von drei erwachsenen Kindern und seit 2018 Unternehmer. Ich liebe Boxerhunde, das Meer, gute Bücher und Reisen. Vor allem aber liebe ich Menschen und ihre Geschichten. Denn genau darum wird es in dieser Artikelreihe gehen; um meine Geschichte.


Als ich mich im 2018 ins Unternehmertum lanciert habe, war ich sehr euphorisch. Ideen sprudelten nur so aus mir heraus. Ich war überzeugt, dass ich DIE bombastische Idee auf dem Tisch hatte, die die Welt revolutionieren würde. Zum Glück war ich so euphorisch, denn hätte ich gewusst, was ich heute weiss, hätte ich es wahrscheinlich nie gewagt, meine eigene Firma zu gründen.


Ich vergleiche diese Phase gerne mit dem Verliebtsein. Die grosse Liebe! Alles ist perfekt! Ist es nicht so, dass in einer solchen Phase, wo man auf Wolke sieben schwebt, alles nur noch wunderbar ist? Das Kribbeln im Bauch, wenn man sich endlich wieder sieht? Die vielen Gedanken, die man austauscht? Auch schon erlebt?


Unternehmertum ist die Geschichte der Liebe
Die ersten Schritte in die Selbstständigkeit sind wie das Verliebtsein...

Mir ging es so, als ich mich in die Selbstständigkeit lancierte. Nichts konnte mich aufhalten! Als ich beispielsweise meine erste Homepage aufschaltete, war ich felsenfest überzeugt, "das ist es! Das hat die Welt noch nicht gesehen!". Ich war aufgeregt und fühlte mich so lebendig! Ich war stolz, denn nun war meine Geschäftsidee öffentlich. Jeder konnte sie nun sehen. Diese erste grosse Euphorie gab mir Kraft und Mut, half mir, Hürden als Chancen zu sehen und Visionen als feste Ziele.


Diese beschriebene Euphorie hat mir besonders in der ersten Phase viel Kraft gegeben und mir geholfen, dran zu bleiben.


Und plötzlich, wie aus dem Nichts, hatte jeder einen Rat. Jeder wusste, wie ich erfolgreicher werden konnte. Die perfekte Website. Das richtige Marketing. Die ideale Strategie. Rückblickend verstehe ich das zum Teil sogar. Einige wollten helfen, andere sahen eine Geschäftsmöglichkeit. Aber, hey!, ich wollte eigentlich nur eines: Meine Idee verwirklichen und ... Geld verdienen!


In der Anfangsphase ist die Lernkurve enorm! Jeden Tag lernt man nicht nur ein Ding dazu. Nein! Es sind hunderte neue Informationen, neue Eindrücke. Eine sehr elektrisierende Phase. Zumindest war das so für mich.


Rückblickend glaube ich, dass ich in den ersten sechs Monaten mehr gelernt habe als in den zehn Jahren davor.


Und weisst Du was?


Ich hatte damals keine Ahnung, dass das erst der Anfang war.

 
 
 

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